NUN Jahresrückblick 2025

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Zwischen Teufelsgeige, Quiz-Abenden, Lieblingsbands und Kirchenakustik: Unser Rückblick auf ein besonderes NUN-Jahr

Die Zeit „zwischen den Jahren“ hat ihren ganz eigenen Zauber. Es ist die Zeit, in der wir kurz innehalten, Winterpause machen, den Trubel hinter uns lassen und mit einem Lächeln und auch ein bisschen Stolz auf die vergangenen zwölf Monate zurückschauen.

Hinter uns liegt ein Jahr voller Erlebnisse: Knapp 60 Mal haben wir im NUN die Türen geöffnet und eingeladen. 60 Abende, an denen das Café NUN mal zum Wohnzimmer, mal zur Bühne und immer zum Treffpunkt für besondere Momente wurde.

Von Dry January bis zur Traditionellen Jahresabschluss-Show

Begonnen hat unsere Reise Mitte Januar – passenderweise mit einem „Dry January“ Biertasting und den schrägen, faszinierenden Klängen von Paul Plut mit Akkordeon und seiner Teufelsgeige. Es war der Startschuss für ein Programm, das so abwechslungsreich war wie unsere Gäste selbst. Den krönenden Abschluss bildete im Dezember traditionell die Jahresabschlussshow mit den Wahrhaft Schwachen und Friends – unser Familienfest zum Jahresende.

Bier-Weltreisen und literarische Fernweh-Momente

Unser Bierexperte Jeremy hat uns das Jahr über gezeigt, dass Hopfen und Malz weit mehr sind als nur ein Getränk. Besonders in Erinnerung geblieben ist die Reise durch Karlsruhes Partnerstädte und deren Biere.

Fernweh gab es auch literarisch: Melanie Wengert nahm uns mit nach Chile. Ein besonders schöner Moment des Abends: Unter den Gästen war ein gebürtiger Chilene, der in Karlsruhe seine neue Heimat gefunden hat – solche Begegnungen sind genau das, was das NUN ausmacht ♥.

Musik, Kleinkunst und Quizabende

Unsere Jamsession Klangwerk blieb der feste Treffpunkt für Musiker*innen der Stadt, während sich der Wahrhaft Schwache Quizabend endgültig zum „Place to be“ entwickelt hat. Wer hier mitraten will, muss schnell sein – Plätze im „besten Quiz der Stadt“ sind inzwischen heiß begehrt! Danke an die Wahrhaft Schwachen, die uns auch in diesem Jahr abseits der Quizfragen mit Kleinkunst, Musik und herrlichem Quatsch bereichert haben.

Internationale Klänge, Lieblingsbands und akustische Überraschungen

Musikalisch war unser Jahr eine Entdeckungsreise. Wir durften vielversprechende Talente wie Julie Kuhl, Stina Holmquist, Jupiter Flynn oder Animat begrüßen – Namen, die man sich definitiv merken sollte.

Aber auch alte Bekannte und Lieblingsbands wie Honig, I am Oak, Paula Paula, Mildfire oder Loch Lomond kehrten zurück oder spielten erstmals im Café NUN und mit Yuila und Paul The Judge stand das NUN auch für lokale Künstler*innen offen. Dazu sind wir ab diesem Jahr auch beim Newcommer-Format „Kennt ihr die schon?“ beteiligt (zusammen mit den Kultunauten und dem Jubez)

Manchmal dauert es eine Weile, bis unsere Konzertwünsche in Erfüllung gehen. Sowohl bei den Norwegern von Mildfire (damals noch Einar Stray Orchestra) als auch bei Loch Lomond aus Portland, Oregon (USA) hat es zuvor einen langen Atem und unzählige E-Mails gebraucht, bis wir sie endlich bei uns begrüßen durften. Doch der Aufwand und das Warten hat sich definitiv gelohnt.

Ein echtes Highlight war der Auftritt von Ryan Davis & The Roadhouse Band, die ihr Set extra für die intime NUN-Atmosphäre reduziert und akustisch spielten – Gänsehaut pur!

Schrägfest & Auswärtsspiele

Im November feierte das Schrägfest (organisiert vom Schrägfunk) Premiere bei uns. Drei Bands (Romans Nailed it, Elm Tree Circle und Everything in Boxes) unplugged an einem Abend – eine Premiere, die nach Wiederholung schreit.

Manchmal wurde es im NUN aber auch schlichtweg zu eng. Deshalb sind wir dieses Jahr zwei Mal „fremdgegangen“ und haben Auswärtsspiele daraus gemacht:

  1. Hachiku im Jazzclub: Um der deutsch-australischen Band den nötigen Raum (und das Schlagzeug) zu ermöglichen, sind wir in den Jazzclub ausgewichen. Hachiku hatten ein paar aus unserem Team vor einiger Zeit als Supportact von Courtney Barnett kennengelernt und seither haben wir an diesem Konzert gearbeitet.
  2. Árstíðir in der Kleinen Kirche: Nachdem das Café NUN beim Konzert von Árstíðir 2024 fast aus allen Nähten geplatzt ist, fanden wir für die isländischen Klänge in der Kleinen Kirche den perfekten sakralen Rahmen. Ein ausverkauftes Haus mit Gästen aus ganz Deutschland – ein magischer Moment kurz vor Weihnachten.

Ein riesiges DANKE!

Kultur passiert nicht im luftleeren Raum. Ein Jahr wie dieses ist nur möglich durch ein starkes Netzwerk und Unterstützer*innen.

Wir danken von Herzen:

  • Der Stadt Karlsruhe (Kulturbüro) und dem Land Baden-Württemberg für die Förderungen im Kulturbereich.
  • Tina & Micha (Schrägfunk), Andreas (jazznrhythm.com) für tolle Konzertberichte, Dixigas Records für Support und Konzertwerbung, der Stephanus Buchhandlung, Kultunaten und Jubez und für die Zusammenarbeit bei KIDS?, Johnny für das neue Design an unserem Rollladen, dem Jazzclub-Team und dem Kulturring Karlsruhe.
  • Der evangelischen Alt- und Mittelstadtgemeinde für die Gastfreundschaft in der Kleinen Kirche.
  • Und natürlich unseren Nachbarinnen und Nachbarn in der Gottesauer Straße für ihr Verständnis und ihre Unterstützung und gelegentliche Besuche bei unseren Veranstaltungen.
  • Unserem komplett ehrenamtlichen Team für Theke, Planung, Booking, Technik und die tolle Gemeinschaft, die Grundlage für unser Tun ist!

Das größte Danke geht aber an EUCH – unsere Gäste. Danke für eure Neugier, euren Applaus, die vielen tollen Begegnungen und das aufmerksame und wertschätzende Zuhören bei unseren Konzerten.

Wir blicken voller Vorfreude auf das neue Jahr und können es kaum erwarten, mit euch die nächsten Kapitel im NUN zu schreiben.

Auf ein tolles 2025 und ein kulturelles 2026!